Wie hoch ist Ihr Abmahnrisiko beim Einsatz von KI?
Ungekennzeichnete KI-Bilder, ein Chatbot mit falschen Antworten oder Werbung mit „KI-gestützt“: Solche Fehler sind von außen sichtbar und damit Anlass für Abmahnungen. Prüfen Sie in rund zehn Minuten, wo Ihr Unternehmen steht.
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Wo Abmahnrisiken beim KI-Einsatz entstehen
Abgemahnt wird, was man von außen sehen kann: Website, Werbung, Social Media, Newsletter und Chatbot. Diese sechs Bereiche prüft der Selbstcheck besonders genau.
So ist eine Abmahnung aufgebaut
Eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung muss bestimmte Angaben enthalten. Wer die Bestandteile kennt, reagiert schneller und richtiger.
Absender und Berechtigung
Name des Abmahnenden und die Angabe, warum er abmahnen darf, etwa als Mitbewerber oder Verband.
§ 13 Abs. 2 Nr. 1 und 2 UWGDer beanstandete Verstoß
Konkrete Beschreibung der Rechtsverletzung, zum Beispiel ein ungekennzeichnetes KI-Bild oder eine falsche Chatbot-Aussage.
§ 13 Abs. 2 Nr. 4 UWGVorformulierte Unterlassungserklärung
Die Verpflichtung, den Verstoß künftig zu unterlassen, meist mit Vertragsstrafe. Sie reicht oft weiter als nötig und sollte nicht ungeprüft unterschrieben werden.
§ 13 Abs. 1, § 13a UWGKostenforderung
Ob und in welcher Höhe Ersatz der Abmahnkosten verlangt wird und wie er berechnet ist. In bestimmten Fällen ist der Anspruch ausgeschlossen.
§ 13 Abs. 2 Nr. 3, Abs. 3 und 4 UWGFrist
Meist eine kurze Frist zur Abgabe der Erklärung. Lässt man sie verstreichen, droht eine einstweilige Verfügung.
§ 12 UWG
Wer abmahnen kann
Nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb sind es nicht nur Konkurrenten.
Mitbewerber
Unternehmen, die mit Ihnen im Wettbewerb stehen, können Unterlassung verlangen und abmahnen. Bei bestimmten Online-Kennzeichnungs- und Datenschutzverstößen kleinerer Unternehmen ist der Kostenersatz ausgeschlossen, der Unterlassungsanspruch bleibt.
§ 8 Abs. 3 Nr. 1, § 13 Abs. 4 UWGWirtschafts- und Wettbewerbsverbände
Eingetragene Verbände wie die Wettbewerbszentrale verfolgen Verstöße im Interesse ihrer Mitglieder. Die Wettbewerbszentrale hat im Februar 2026 einen Leitfaden zur Kennzeichnung von KI-Inhalten veröffentlicht.
§ 8 Abs. 3 Nr. 2 UWGVerbraucherverbände
Qualifizierte Einrichtungen wie die Verbraucherzentralen gehen gegen Verstöße vor, die Verbraucher betreffen. Das Chatbot-Urteil des OLG Hamm geht auf eine solche Klage zurück.
§ 8 Abs. 3 Nr. 3 UWG; Art. 110 KI-VOOb die Transparenzpflichten der KI-Verordnung Marktverhaltensregeln im Sinne von § 3a UWG sind, ist höchstrichterlich noch nicht entschieden; in der Fachdiskussion wird es überwiegend angenommen. Irreführende Werbung, Verletzungen von Urheber-, Marken- und Persönlichkeitsrechten sowie bestimmte Datenschutzverstöße sind schon heute abmahnfähig.
Was Gerichte, Aufsicht und Wirtschaft sagen
Fristen der KI-Verordnung
Die Verordnung gilt stufenweise. Mit dem Digital-Omnibus 2026 wurden die Pflichten für Hochrisiko-Systeme verschoben und zwei neue Verbote ergänzt.
In drei Schritten zur Auswertung
Website und Unternehmen
Sie geben Ihre Website an und beschreiben Ihr Unternehmen: Größe, Branche, Zielgruppe, Kanäle und KI-Einsatz.
Prüfpunkte bewerten
Zu jeder Aussage wählen Sie „Trifft zu“, „Teilweise“, „Trifft nicht zu“ oder „Weiß nicht“. Zu jedem Punkt gibt es Rechtsgrundlage und Quellen.
Ergebnis erhalten
Nach Angabe Ihrer E-Mail-Adresse sehen Sie Ihr Abmahnrisiko und Ihren Maßnahmenplan und erhalten den Ergebnisbericht als PDF.
Rechtsgrundlagen und Anlaufstellen
Zu jeder Frage verweist der Selbstcheck auf Gesetzestext, Rechtsprechung und Leitlinien. Eine Auswahl:
Methodik
Die Bewertung ist für alle gleich und beruht ausschließlich auf Ihren Angaben.
Abmahnrisiko
- Jeder Prüfpunkt ist danach eingestuft, ob ein Verstoß von außen erkennbar und typischerweise abmahnfähig ist (hoch, mittel, gering).
- Das Abmahnrisiko ist der gewichtete Anteil offener Punkte mit hoher oder mittlerer Außenwirkung, von 0 bis 100.
- „Teilweise“ zählt zur Hälfte, „Trifft nicht zu“ und „Weiß nicht“ voll als offen.
Umsetzungsstand KI-Verordnung
- „Trifft zu“ ergibt die volle Punktzahl, „Teilweise“ die Hälfte, die übrigen Antworten keine Punkte.
- Jede Aussage ist nach ihrer rechtlichen Bedeutung einfach bis dreifach gewichtet.
- Sind bereits geltende Pflichten offen, wird der Reifegrad auf höchstens C begrenzt.
| Abmahnrisiko | Anteil offen | Bedeutung |
|---|
| Reifegrad | Punkte | Bedeutung |
|---|
Finden Sie Ihre Angriffspunkte, bevor es andere tun.
Der Selbstcheck dauert rund zehn Minuten. Sie erhalten eine Auswertung mit priorisierten Maßnahmen und einen Ergebnisbericht als PDF.
Ihre Auswertung
Erhöhtes Abmahnrisiko
Ihre sichtbaren Angriffspunkte
Umsetzungsstand KI-Verordnung
| Handlungsfeld | Erfüllungsgrad | Wert |
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Die Markierung bei 65 % entspricht der Schwelle für Reifegrad B.
Vollständiger Maßnahmenplan
Relevante Stichtage
Rechtsgrundlagen und Hilfen zu Ihren offenen Punkten
Rechtsgrundlagen, Rechtsprechung und amtliche Dokumente
Gesetze, Urteile, Leitlinien der Europäischen Kommission und Angebote der deutschen Behörden, Auszüge aus dem Wortlaut der KI-Verordnung, Begriffsbestimmungen und Stellungnahmen. Alle Angaben mit Quelle, Stand 30.09.2026.
Dokumente und Urteile
Wortlaut zentraler Vorschriften der KI-Verordnung
Auszüge aus der Verordnung (EU) 2024/1689 in der Ursprungsfassung vom 13.06.2024, Auslassungen mit […] gekennzeichnet. Maßgeblich ist die jeweils geltende Fassung einschließlich der Änderungen durch die Verordnung (EU) 2026/1744. Volltext: EUR-Lex.
Begriffsbestimmungen nach Art. 3 KI-Verordnung
Stellungnahmen
Englische Zitate sind übersetzt; der Originalwortlaut ist jeweils angegeben.
Häufige Fragen zu Abmahnungen und zur KI-Verordnung
Antworten mit Verweis auf Gesetzestext, Rechtsprechung und amtliche Quellen.